1959er in aller Welt, ein Blick in die Garagen.......


In den letzten Jahren besinnt sich die Mini Szene in aller Welt wieder auf die Restaurierung der wirklich alten Minis in deren Originalzustand. Was einerseits löblich ist, bedeutet für den Restaurator eine nicht abzuschätzende Menge an Arbeit und Rechercheaufwand. Über kein Baujahr gibt es so wenig Informationen wie über das erste Jahr des Serienminis. Die Frage "was ist original" ist somit auch nur selten erschöpfend zu beantworten. Irgendwo findet sich immer noch ein Auto mit eigenartigen Features, die nur als "Materialtest" eingeordnet werden können. Das macht die 59er Minis aber gerade so interessant, daher werden, nachdem viele Autos wegen der leichteren Bauweise in den 60ern verheizt wurden, heute selbst hoffnungslose Modelle wieder restauriert.
Mit der Gründung des 1959 Mini Register in England wird versucht, so viele Minis aus dem ersten Jahr zu bewahren und zu registrieren, wie nur möglich. Der Erfolg hat die Betreiber selbst überrascht: 109 Minis sind registriert, die meisten zwar in Restauration, aber nicht verloren.




So geht ausgerechnet das BMW Classic Center mit gutem Beispiel voran, und restauriert ein sehr seltenes Modell: einen Morris Mini  in der Standardausführung. Der Wagen ist aus dem Besitz des ehemaligen Leiters des British Motor Heritage Trust, Anders Ditlev Clausager, und soll nun so original wie irgendmöglich wieder hergestellt werden.




Dabei wird besonderes Augenmerk auf den Erhalt der original erhaltenen Ausstattungsdetails gelegt. So zum Beispiel die Gummimatten im Fußraum, die in den Standard Modellen den Teppich ersetzten.




So wird sehr genau darauf geachtet, dass die originalen Stoffbezüge der Sitze erhalten bleibt. Ersatz ist nicht mehr zu erhalten und aufgrund des komplizierten Webmusters auch nicht zu reproduzieren. Die Füllung dieser Sitze besteht, wie bei allen Minis des Baujahres 1959, aus Pferdehaar.




Auf einem englischen Schrottplatz aus der Versenkung wieder aufgetaucht, der im Juli 1959 gebaute Austin seven, Kennzeichen VCE 7. Dieser Mini ist einer der ersten 500 Minis, die an Händler ausgeliefert wurden. Aus Mangel an Fahrzeugen, "lieh" sich BMC zur Pressevorstellung des "Baby-Austins" einige Händlerfahrzeuge, so auch VCE 7. Leider gibt es kein offizielles Bildmaterial aus dieser Zeit, die dieses belegen. Aber die Geschichte klingt doch sehr schön..........




Das Fahrzeug wird derzeit von seinem Besitzer restauriert und soll dank verwaltungstechnischer Meisterleistungen sein altes Kennzeichen wiederbekommen. Bis dahin wird aber noch viel Wasser die Themse hinunter laufen.




Aber es besteht durchaus Hoffnung, dass der Wagen bis zum 50. Jubiläum fertig sein wird.




Und tatsächlich........der Wagen ist noch rechtzeitig fertig geworden! (Bild: Mini59Register)




Anhand dieses "Fahrzeugs" ist der Mut und Enthusiasmus einiger Restauratoren zu erkennen. Trotzdem: Dieser Wagen soll wieder rollen.




Die Basis bietet genug Fleisch um daraus wieder einen Mini zu machen. Noch vor 25 Jahren war dieses Auto in fabelhaftem Zustand, bis dem Besitzer im Stau stehend ein anderes Fahrzueg ins Heck fuhr, und ihn in das vor ihm stehene Fahrzeug schob.




Das Fahrzeug wurde in demoliertem Zustand in den Vorgarten gestellt und verbrachte dort mehr als 20 Jahre. Sehen Sie hier einen Mitschnitt des britischen Fernsehens, dass den Wagen in seinem Zustand 1984 zeigt und vergleichen Sie.........restauriert wird der Wagen trotzdem.



Die Anzeichen stehen durchaus gut, dass auch dieser Wagen, gebaut im August 1959, zu den Feierlichkeiten anläßlich des 50sten Geburtstages des Mini wieder feste Straßen unter den Rädern haben wird.




Der Motorraum zeigt sich frisch restauriert.




Aus Schweden kommt dieser Kandidat für eine Vollrestaurierung. Schweden war eines der wenigen Länder, in die der Mini von Produktionsbeginn an exportiert wurde.




Zur Abwechslung ein Austin Mini des ersten Baujahres, welcher in Schweden auf bessere Zeiten wartet. Skandinavien entpuppt sich als regelrechtes Füllhorn für frühe Minis.....




denn auch dieser Wagen steht in einer Garage nähe des nördlichen Polarkreises.




Und auch über den großen Teich ist der Mini gekommen. Aufgrund der Vorliebe der Amerikaner für "schnellere, höhere und breitere" Minis, ist dieses Exemplar in seiner Originalität umso höher zu bewerten.




Zur Abwechslung ein besonders schöner 60er Morris Mini mit frühem Downton Tuningsatz.




perfekt bis ins Detail: Glasflasche, Metallschraubdeckel.




Und das Ganze gepfeffert mit einem Downton Tuningsatz der frühen Jahre.




Hier noch ein Kandidat aus England: ein 1959er Morris Mini mit Shorrock Supercharger, also einem Kompressor........




der hier nocheinmal besser zu sehen ist. Dieser Kompressor verleiht dem Motor, bei völliger Serienausstattung ein erhebliches Maß an Mehrleistung.




Und hier ein besonders früher Vetreter aus den Niederlanden. Der Wagen ist ein im Mai 1959 gebauter Austin, der seinem heutigen Besitzer vor einigen Jahren einfach geschenkt wurde. Es ist der 148ste je gebaute Mini, und fährt noch heute tadellos.




Der Wagen hat noch alle frühen Features wie den eckigen Kühler und den zum Kühler geneigten Luftfilterkasten.




Auch in Deutschland gibt es mehr als einen Mini aus dem Jahre 1959. Dieser Wagen kommt ursprünglich aus Dänemark. Mit einer sehr frühen Fahrgestellnummer ist es eines der Modelle, die sehr früh an die Händler ausgeliefert wurden. Wie das Bild zeigt, wurde der Wagen in komplett restaurierungsbedürftigem Zustand gefunden.




Und doch: heute steht der restaurierte Wagen wieder sehr gut da.........gebaut im Juni 1959 und im Juli 1959 nach Skandinavien ausgeliefert.........




........ fand der Wagen sogar noch seinen Weg in die Fachpresse.




Als spektakulär darf wohl dieser Fund eines 59er Minis bezeichnet werden. Es handelt sich um Karosserie 365 und wurde in einem Fjord in Norwegen "gefunden". Auch dieses Auto soll gerettet werden.




Seit Juli 2010 gibt es Zuwachs in der deutschen 1959er Mini-Szene. Dieser Morris Mini wird zukünftig auf hiesigen Straßen bewegt.




Trotz der zum Überführungszeitpunkt herrschenden Hitze absolvierte der Wagen die lange Fahrt aus England nach Deutschland auf eigener Achse. Ohne Probleme erreichten Fahrer und Fahrzeug ihr Ziel.





Diese Auflistung wird je nach "Materialeingang" erweitert .



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