Auch im Inneren der frühe Minis wurde viel "ausprobiert". Einerseits ein Segen für den Restaurator, da niemand wirklich sagen kann, was nun eigentlich original ist, andererseits ein Fluch, da es praktisch keinen Ersatz für fehlendes Gestühl mehr gibt.


Die frühen Sitze waren einem herkömmlichen "Gartengestühl" ähnlich. Spitze Füße sorgten für einen raschen Verschleiß in der Bodenblech-Region.(Bild: Kay Dury)




Hier ein früher Austin Sitz, der sich in der Anzahl seiner Nähte vom Morris Pendant unterschied. (Bild: mini59register)





Hier abgebildet: ein sehr früher Morris Mini Sitz. (Bild: mini59register)




Hier die zugehörige frühe Morris Rückbank. Auffällig die bis in die Seitentaschen ragenden Seitenteile der Rückenlehne.





Ein Morris Sitz wie er ab dem September 1959 eingesetzt wurde. Die Keder bei Morris-Sitzen sind immer rot, die der Austin Sitze immer weiß.




Ab September 1959 ragten die Seitenteile der Rückenlehne auch nicht mehr in die hinteren Seitentaschen hinein.





Die Sitze der Basic-Varianten des Minis waren aus Stoff gefüllt mit Pferdehaar. Heute ist dieser Bezug nicht mal mehr als Reproduktion erhältlich. (Bild: mini59register)




Hier der frühe Sitz von der Unterseite. Gut zu erkennen: die filigranen Füße, die häufig für Verformungen im Bodenblech des Minis sorgten. (Bild: mini59register)




Hier die Abbildung einer kompletten Basic-Ausstattung. (Bild: John Bostin)




Der Innenraum eines Standard Minis des Jahres 1959. Der gerade Schaltknüppel ist deutlich zu erkennen. Die Standard Version des Austin und des Morris Mini waren an den mit Stoff bezogenen Sitzen zu erkennen, wie auch an den nicht ausstellbaren hinteren Seitenfenster, fehlenden Kickplates und den Gummimatten anstelle eines Teppichs. Außerdem fehlte den Standard Versionen Eine Heizung bzw. ein Lüfter. (Bild: MK1 performance conversions)




Diese sehr frühe Aufnahme zeigt das Interieur eines Vorserienmodells. Markant sind die fehlenden Chromkeder um die Kickplates, die Zusatzinstrumente, die einfachen Sitzbezüge sowie der Chrom-Knopf an der Befestigung der oberen Türscharnierschraube. Auffällig ist zudem, dass die Kordeln zum Öffnen der Türen fehlen. Wer genau hinsieht, bemerkt, dass sogar die Wolldecke über dem Sitz ein Emblem von BMC trägt..........
Diese Ausstattung erreichte nie die Serienreife.





Auch die Himmel unterschieden sich: links die von 1959 bis 1961 verwendete Variante, rechts die ab 1961 eingesetzte Form.




Die Zierleisten der Seitentaschen waren an den Enden jeweils mit einer Schraube fixiert, und nicht wie später nur geklemmt.




In den Seitentaschen fanden sich seit 1959 kleine Leuchten, die mittels eines Kippschalters ein- und ausgeschaltet wurden.




Die frühen Heizungen der Minis hatten eher Quirl-Funktionen. Die ersten Modelle wurden noch ohne Klappe ausgeliefert. ( Bild: mini59register)




Aktiviert wurde die Lüftung über einen Drehknopf, den sog. "Rheostat", der in der Schalterleiste befestigt wurde. Dieser Knopf wurde im Laufe der 60er durch einen Heizungszug ersetzt. Somit musste der Fahrer nicht mehr aussteigen um den Heizungshebel am Zylinderkopf per Hand zu öffnen.




Hier die schwarzen Kick-Plates, die ausschließlich in den Morris Minis verbaut wurden. Sie bestehen aus schwarzem Kunsstoff und werden mit dem einfassenden Alukeder an der Tür befestigt.





Hier eine Abbildung einer Tür mit montiertem Kick-Plate.




Die "Door-Pulls" wurden nicht nur in Minis von 1959 eingesetzt. Die oben abgebildete Version mit geriffeltem Griff ist aus vielen Minis der frühen 60er bekannt. Auch in Vans, Pick-Ups und Countrymen fanden sie Verwendung.




Weitaus seltener ist die hier abgebildete Variante mit glattem Griff, die nur aus sehr frühen Morris Minis bekannt ist.





Die Dichtungen der Türen waren innen mit Gewebe versehen.




Der Austin Mini Tacho mit weißem Zifferblatt und roter Tachonadel.




Der Morris Mini Tacho mit silbernem Zifferblatt und "Perspex" Tachonadel.




Hier noch einmal beide Varianten nebeneinander.





Die Schalterleiste eines 1959er Minis hatte keine Sicken. (Bild: mini59register)




Selbst die Türschließer der frühen Minis unterschieden sich: Hier die frühe Variante mit rundem Pin......(Bild: mini59register)




...und hier die Spätere mit flachem Pin. (Bild: mini59register)




Hier die Abbildung der begehrtesten Details einer Morris Mini Restaurierung: Einer der beiden Körbe, die als Extra geordert werden konnten um Dinge des täglichen Gebrauchs sicher unter der Rückbank zu verstauen. Eine Parkleuchte, die in die Regenrinne des Mini eingehängt wurde, um nachts vor Remplern zu schützen, ein Innenspiegel aus Glas mit schwarzem, rauhen Rücken (black crackle) und die Glasflasche, die das Wischwasser beinhaltete.




Entgegen vieler Meinungen hatten die originalen Körbe n i e  einen Schnallenverschluß. (Bild: mini59 register)




In diesem gelungenen Querschnitt wird deutlich, wie genial die Platzaufteilung des Minis ist. Gut zu sehen auch die "saugend" passenden Körbe unter der Rücksitzbank. (Bild: BMHT)


                                                                             nach oben